Zero Waste – Einkaufen ohne Verpackung

Pappe, Folie, Plastik und Co – jeder Deutsche verursacht pro Jahr mehr als 600 Kilogramm Müll, rund ein Drittel davon sind ausschließlich Verpackungsmaterialien. Um diese enorme Menge zu reduzieren und gleichzeitig der Umwelt Gutes zu tun, bieten immer mehr Läden die Möglichkeit, ohne Verpackung einzukaufen. Ein nachhaltiges Konzept, das sich einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreut.


Die Geschichte der verpackungsfreien Supermärkte und ihre Entwicklung bis heute

Berlin – 2014 eröffnete hier der allererste verpackungsfreie Supermarkt der Bundesrepublik namens „Original Unverpackt“. Das Ziel: weniger Verpackungsmüll und weniger Lebensmittelreste, denn: Wer unverpackt einkauft, kann schließlich selbst die Menge bestimmen, die er verbrauchen kann, bevor die Produkte verderben.

Egal, ob in München, Berlin, Hamburg, Leipzig oder Dresden, heute gibt es deutschlandweit schon 24 Geschäfte, die komplett auf Verpackungsmaterialien verzichten. Bis zu 600 verschiedene Produkte stehen zum Teil schon in den Regalen der verpackungsfreien Supermärkte. Manche Läden bieten allerdings bisher ausschließlich trockene Produkte, wie Mehl, Gewürze, Reis, Nudeln, Müsli, Obst und Gemüse, andere haben bereits eine kleine Käse- und Fleischtheke, sowie ein Getränke- und Reinigungsmittelsortiment.

Nudeln

 

Mehrweg statt Einweg!

Um die Lebensmittel aus den Geschäften unverpackt in die eigene Küche transportieren zu können, ist meist etwas Vorbereitung gefragt. In einigen Läden ohne Verpackungen dürfen die Kunden eigene Verpackungen für ihren Einkauf von zu Hause mitbringen. Dabei gilt: vom Schraub- oder Bügelglas, der klassischen Brotzeitdose bis hin zum Baumwollsäckchen ist alles erlaubt, solange die Behältnisse sauber sind.

Doch keine Panik, auch für Spontaneinkäufer ist gesorgt: Für sie bieten fast alle Supermärkte dieser Art eigene Behältnisse für den verpackungsfreien Einkauf zum Verleih oder zum Kauf an.
Bevor es dann mit dem eigentlichen Einkauf losgehen kann, wird das Behältnis gewogen. Dies ist wichtig, um später an der Kasse das Leergewicht abziehen zu können. So wird sichergestellt, dass einzig und allein der Inhalt bezahlt werden muss. Damit steht dem verpackungsfreien Einkauf nichts mehr im Wege!

Copyright: www.nabu.de

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Waren liefern ohne Müll? Geht das überhaupt?

Verpackungsfreie Läden achten stets darauf, ihre Produkte möglichst aus der eigenen Region zu beziehen. Damit kann  nicht nur sichergestellt werden, dass die Transportwege so kurz wie möglich sind, sondern auch, dass die Ware bereits unverpackt, oder in großen, leicht recyclebaren Papiersäcken im Geschäft landet. Flüssige Produkte wie Milch, Säfte, Wein oder Reinigungsmittel werden meist in wiederwendbaren Pfandboxen geliefert.

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