Eine saubere Sache – Trinkwasser für die Welt

Laut WHO (World Health Organization) besitzen über 660 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zum Vergleich: Deutschland hat 82,5 Millionen Einwohner – und jeder einzelne davon hat sauberes Trinkwasser und das im Überfluss.

Trinkwassser

Copyright: Antenna Foundation

Das kann Forscher Denis von der Weid bestätigen:
Der ehemalige Universitätsprofessor verließ sein Heimatland Schweiz um in Kolumbien einen schier unmöglichen Kampf gegen Hunger und Armut zu kämpfen. Er erkannte, dass ein großes Problem in ärmeren Ländern das verschmutzte Wasser ist. „Damals lebte ich in Indien und litt an Durchfall. Im Norden konnte man in jeder Wasserleitung trinkbares Wasser finden, aber im Süden war dies nicht der Fall“, so von der Weid.

Um das für uns selbstverständliche Privileg immer und überall frisches Trinkwasser vorzufinden, auch in Entwicklungsländern durchzusetzen, gründete er die schweizerische Stiftung Antenna Foundation  und brachte mit ihr eine technische Neuheit auf den Markt: Die sogenannte Wata-Technik nutzt einen einfachen Elektrolyseprozess um Salzwasser zu Chlor umzuwandeln. Wie das geht?
Aus bereits zwei Litern Wasser, 50g Salz und zwei Stunden Zeit stellt das Verfahren zwei Liter Chlor her, mit dem dann bis zu 8000 Liter Trinkwasser gereinigt werden können – genug, um 2000 Menschen zu versorgen.

Gerät

Copyright: Antenna Foundation

 

Die Geschichte dahinter und ihre Entwicklung bis heute

Zur Zeit der Gründung 1984 war die Stiftung ein Netzwerk von Menschenrechtsanwälten, denen aber schnell klar wurde, dass man vor dem Vertreten der Menschenrechte zuerst einmal grundlegende Probleme lösen muss.
Von der Weid und sein Team arbeiten seitdem in 30 Ländern der Welt daran, Menschen Wasser, Nahrung und Medizin zur Verfügung zu stellen.
Dank der Arbeit der Antenna Foundation besitzen heute ungefähr 15 Millionen Menschen Zugang zu vier Litern gereinigtem Wasser täglich.

antenna research

Copyright: Antenna Foundation

Doch weil es in vielen Ländern weltweit nicht nur an sauberem Trinkwasser, sondern auch am Zugang zu wichtigen Technologien fehlt, gründete er schließlich eine weitere Stiftung namens Antenna Technologies mit dem Ziel, Menschen in armen Regionen Strom und  Licht zugänglich zu machen. So entwickelte die Tochterfirma der Antenna Foundation zum Beispiel bruchfeste Solarglühbirnen.

Bestes Glühbirnen Bild

Fährt von der Weid heute zurück in die Slums in Bombay, in denen er eine Zeit lang lebte, sieht er viele seiner Freunde von damals noch am selben Platz wie vor 25 Jahren. Das dortige System beseitige die Armut nicht „und trotzdem“, so der Forscher und Menschenfreund, „ist es so viel wert, die Lebensbedingungen einer einzigen Person zu verbessern, es ist ein Leben wert.“

Selbst Profi-Surfer des bekannten Energy Drinks Red Bull setzen sich für Trinkwasser für bedürftige Menschen ein. Nachdem der Taifun Haiyan die Inseln verwüstet hat, reisten Jon Rose – Ex Red Bull Surfer – und sein Team von Waves for Water (kurz: W4W) zu den Philippinen.

surfer

Copyright: Waves for Water

Unter dem Motto „Jeden Menschen, der kein Wasser hat, mit sauberem Wasser versorgen“ verteilen W4W preisgünstige Wasserfilter, und das nicht nur auf den Philippinen, sondern auch in Krisengebieten wie Pakistan. Auch nach dem Hurrikan  Sandy 2012 war das Team von W4W in New York und New Jersey zur Stelle.

Bilder und Zitate von http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article156527208/Sauberes-Trinkwasser-mit-nur-einer-Prise-Salz.html

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